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Der Berliner Eispalast oder wer einmal leckt, der weiß wie's schmeckt!

Wo Oma und Enkel Kollegen waren.
Der Ursprung der Geschichte des Berliner Eispalastes liegt bei Otto Grafe, der bereits 1923 das erste selbstgemachte Eis in Eula (bei Nossen) herstellte. Jeder seiner drei Kinder baute sich und Ihrer Familie im Laufe der Jahre ein gut florierendes Eisgeschäft auf. Heute werden diese allesamt in dritter Generation erfolgreich betrieben.
Doch nun zurück zum Berliner Eispalast.
Warum eigentlich dieser Name?... werden wir sehr oft gefragt. Dies liegt darin begründet, dass die Tochter von Otto Grafe, Marianne Grafe, in Berlin, in einer Metzgerei zur Kaltmamsell ausgebildet wurde. Sie lernte dort Paul Skrotzki kennen und lieben, der bei seinem Onkel den Beruf des Eiskonditors erlernte. Natürlich lag es dann nahe, das Beide als Ehepaar Skrotzki 1929 den Berliner Eispalast in Berlin gründeten, jedoch damals noch als fahrendes Gewerbe mit Kettenkarusell und Eiswagen. Seither tingelte das Paar vom Frühjahr bis zum Herbst auf Volksfesten und Jahrmärkten durch das Land und war stets ein Anziehungspunkt. Ihren festen Wohnsitz hatte die Familie Skrotzki zu jener Zeit jedoch noch in Weinböhla.

Schon seit 1931 kam die Familie zu besonderen Anlässen nach Elsterwerda und standen auch da schon fast immer in der Mückenberger Straße, der heutigen Lauchhammerstraße 4, auf dem Gelände des jetzigen Berliner Eispalastes. Während des Krieges wurde der Betrieb allerdings eingestellt. Doch gleich danach rafften sich Beide erneut auf und produzierten wieder Eis. Allerdings kamen sie im Laufe der Jahre zu dem Schluss, sich einen festen Standplatz für ihr Unternehmen zu suchen. Sie verglichen Nachfrage und Wettersituation ihrer vielen Stationen miteinander und waren der Meinung, dass Elsterwerda am besten geeignet wäre. 1950 war es soweit. Paul Skrotzki kaufte das Grundstück der Lauchhammerstraße 4 und die Familie zog in die Lausitz. Klein angefangen, wurden nach und nach feste Verkaufs– und Produktionsräume geschaffen. Kettenkarussell, Wohn- und Küchenwagen wurden verkauft. Am 1. Mai 1953 stand nun auch die neu errichtete Terrasse, allerdings noch ohne Fenster, und die ersten Besucher konnten sich das Eis schmecken lassen. Nachdem später auch die Fenster eingesetzt wurden und das Weinzimmer hinzukam, fand die Einweihung des vollständig fertig gestellten Baues am 7. Oktober 1956 statt. Das Eiscafe fand schnell reichlich Kundschaft in Elsterwerda und Umgebung, daher gab es auch stets viel zu tun.

Als Paul Skrotzki im Jahre 1968 verstarb, stand fest, es musste weitergehen. Seine Tochter, Eva Gehre, übernahm die Leitung und arbeitete Hand in Hand mit ihrer Mutter, Marianne Skrotzki, an der erfolgreichen Weiterführung. Das gelang den Beiden auch ziemlich gut und der Berliner Eispalast entwickelte sich zum Besuchermagnet für Jung und Alt.
Seit 1985 wurde das Cafe sogar von 3 Generationen betrieben, denn auch Evas Sohn , Rene Gehre, war nun in dem Alter mit anzupacken. Nachdem er den Beruf des Konditors erlernt hatte, stieg er mit ins Geschäft seiner Mutter ein.
Aber auch Eva Gehre verstarb viel zu früh und so kam es im Dezember 1990 dazu, dass Rene das Cafe allein weiterführen musste und das schwere Erbe seiner Mutter antrat. Die Unterstützung seiner Oma, der Mitbegründerin war im jedoch sicher und gab dem damals 23-jährigen Mut. Sie sah auch noch bis zu ihrem Tod 1996 nach dem Rechten und stand ihrem Enkel mit Rat und Tat zur Seite.

Im Winter 1994/95 wurde der Berliner Eispalast noch einmal vergrößert und modernisiert. Die Grundaufteilung blieb aber wie seit der Gründung erhalten. Nur der große Brunnen fiel den Baumaßnahmen zum Opfer, da Baufahrzeuge das Grundstück so nicht befahren konnten. Nachdem ab dem Frühjahr 1995 wieder kräftig Eis verkauft wurde, wurde im darauffolgenden Winter noch der Garten gepflastert und neu eingezäunt. Im Frühjahr kamen noch Pflanzen und ein neuer, kleiner Brunnen hinzu. Viele ehemalige Schüler und Bewohner unserer Stadt kehren gern wieder im Berliner Eispalast ein, um in alten Erinnerungen zu schwelgen. Aber auch neue Gäste werden stets gewonnen, welche oft und gern bei uns verweilen.

Besuchen Sie uns doch auch einmal und lassen sich verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!